Eine Narbe erzählt immer eine Geschichte. Sie kann an eine Operation, eine Verletzung oder an eine längst abgeheilte Akne erinnern. Manche Narben werden mit der Zeit fast unsichtbar, andere bleiben gerötet, erhaben oder eingezogen. Besonders im Gesicht oder an gut sichtbaren Körperstellen können sie deshalb als störend empfunden werden.
Narben lassen sich nicht ungeschehen machen. Ihr Erscheinungsbild kann jedoch je nach Narbenart gezielt verbessert werden. Moderne Lasertherapie bietet dafür verschiedene Möglichkeiten. Entscheidend ist eine genaue Beurteilung der Narbe, denn vor allem ihre Art, Tiefe, Farbe und Struktur bestimmen, welches Verfahren zur individuellen Hautsituation passt.
Narbe ist nicht gleich Narbe
Eine Narbe entsteht, wenn eine Verletzung bis in tiefere Hautschichten reicht und der Körper das geschädigte Gewebe durch neues Bindegewebe ersetzt. Wie die Narbe anschließend aussieht, hängt unter anderem von der ursprünglichen Verletzung, dem Verlauf der Wundheilung, der Körperstelle und der persönlichen Veranlagung ab.
Grundsätzlich lassen sich verschiedene Narbenarten unterscheiden:
- Atrophe Narben: Sie liegen unterhalb des umliegenden Hautniveaus und wirken eingesunken. Typisch sind beispielsweise Aknenarben, die flach, breit oder punktförmig und tiefer ausgeprägt sein können.
- Hypertrophe Narben: Diese Narben sind verdickt und erhaben. Das neu gebildete Narbengewebe bleibt dabei auf den Bereich der ursprünglichen Verletzung begrenzt.
- Keloide: Bei Keloiden wächst das Narbengewebe über die ursprünglichen Wundgrenzen hinaus. Sie erfordern eine besonders sorgfältige dermatologische Beurteilung.
- Operations- und Verletzungsnarben: Sie können je nach Heilungsverlauf gerötet, auffällig breit, verhärtet oder unregelmäßig sein.
Lasertherapie setzt gezielte Impulse in der Haut
Bei der Lasertherapie wird gebündelte Lichtenergie gezielt in die Haut eingebracht. Je nach Narbenart können unterschiedliche Verfahren eingesetzt werden. Fraktionierte Laser setzen beispielsweise kontrollierte Reize und können dadurch die Neubildung und Umstrukturierung von Kollagen anregen.
Die Behandlung kann Struktur, Farbe und Unebenheiten der Narbe verbessern und das Erscheinungsbild harmonischer wirken lassen. Wie deutlich die Veränderung ausfällt, hängt von der Narbenart und der individuellen Hautreaktion ab.
Akne kann sichtbare Spuren hinterlassen
Aknenarben entstehen häufig nach stärkeren Entzündungen und zeigen sich als Vertiefungen oder Unebenheiten. Fraktionierte Laserverfahren können die natürlichen Umbauprozesse der Haut anregen und das Hautbild verbessern.
Besteht noch eine aktive Akne, sollte diese zunächst behandelt werden.
Wie läuft die Laserbehandlung ab?
Am Anfang steht eine sorgfältige Untersuchung der Narbe und der individuellen Hautsituation. Im persönlichen Gespräch wird anschließend besprochen, welches Laserverfahren infrage kommt und was von der Behandlung zu erwarten ist. Wir nehmen uns dafür bewusst Zeit, damit Sie sich mit Ihren Fragen und Ihrer Haut gut aufgehoben fühlen.
Während der Behandlung wird der Laser gezielt über das betroffene Hautareal geführt. Je nach Verfahren und Empfindlichkeit können Wärme, ein leichtes Brennen oder kurze Impulse spürbar sein.
Nach der Lasertherapie kann die Haut vorübergehend gerötet, leicht geschwollen oder empfindlicher sein. Je nach Verfahren können sich auch kleine Krusten bilden. Diese Reaktionen sind in der Regel vorübergehend. Wie die Haut anschließend gepflegt und geschützt werden sollte, wird individuell besprochen.
Die Haut braucht Zeit für Veränderungen
Narbengewebe verändert sich nicht von heute auf morgen. Je nach Narbenart und Ausgangsbefund können deshalb mehrere Behandlungen sinnvoll sein. Zwischen den einzelnen Sitzungen benötigt die Haut ausreichend Zeit, um sich zu regenerieren und auf die gesetzten Laserimpulse zu reagieren.
Auch die Verbesserung des Hautbildes entwickelt sich schrittweise. Wie viele Sitzungen sinnvoll sind und in welchen Abständen sie stattfinden, hängt vom individuellen Befund und vom Behandlungsverlauf ab.
Nach der Behandlung: Haut gut schützen
Nach einer Lasertherapie ist die Haut vorübergehend empfindlicher und benötigt Zeit zur Erholung. Besonders wichtig ist ein konsequenter Sonnenschutz. Intensive UV-Strahlung sollte vermieden und ein hoher Lichtschutz verwendet werden.
Krusten oder Hautschüppchen sollten nicht entfernt werden, damit die Haut ungestört abheilen kann. Welche Pflege im Einzelfall sinnvoll ist, zeigen wir Ihnen nach der Behandlung.
Wenn Sie wissen möchten, ob eine Lasertherapie für Ihre Narbe infrage kommt, vereinbaren Sie gerne einen Termin ganz einfach online oder telefonisch. Wir beraten Sie persönlich zu Ihren Möglichkeiten.